Mit Jesus hat alles angefangen. Vor 2000 Jahren hat er sich im Jordan taufen lassen. Johannes hat ihn getauft. Und die Christen machen es ihm bis heute nach.

Die Taufe wird heute meistens in der Kirche vollzogen. Wasser gehört dazu und die Taufformel. Der Pfarrer oder die Pfarrerin sprechen die Taufforme. „Ich taufe dich auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Dabei gießen sie dreimal Wasser über den Kopf des Täuflings. Das Bekenntnis zum Glauben wie es im Glaubensbekenntnis gesprochen wird, geht vorneweg. Wenn Babys getauft werden, sprechen die Eltern und Paten das Bekenntnis.

Zum Dekoration der Taufe hat sich vieles eingebürgert, das Taufkleid, die Taufkerze, eine schön gestaltete Einladung zum Fest. Unbedingt nötig ist das aber nicht.

Wichtig sind das Wasser und die Taufformel. In vielen Kirchen wird nur ein bisschen Wasser über den Kopf geschüttet. Es gibt aber auch in manchen Gemeinden die Möglichkeit, ganz in einem Wasserbecken unterzutauchen.

Wasser hat viele Aspekte. Es kann zerstören, reinigen, erfrischen, zum Blühen und Gedeihen bringen. Das zeigt sich auch in der Taufe. Der alte Mensch, der fest mit der Sünde verbunden ist wird zerstört. In der Taufe wird der neue Mensch geboren, gereinigt von dem schlechten Alten. Die Erinnerung an unsere Taufe soll uns erfrischen, wenn es uns einmal nicht so gut geht. So trägt die Taufe zu einer guten Entwicklung bei.

Mit der Taufe wird ein Mensch in die Gemeinde aufgenommen. Der „Club der Christen“ soll ihm bei der Entwicklung helfen. Dafür gibt es zum Beispiel Kindergottesdienst oder Jugendkreise. Nach und nach wird der getaufte Mensch aber auch Pflichten in der Gemeinde übernehmen, wie es seinen Fähigkeiten entspricht.

Von alledem wissen Babys bei der Taufe nichts. Eltern und Paten Treffen für das Kind die Entscheidung. Bei der Konfirmation bekräftigt der junge Mensch die Entscheidung zur Taufe: „Ja, was meine Eltern für mich damals entschieden haben, das war gut. Ich will auch weiter im Glauben an Jesus Christus leben.“

Deshalb sind die Paten so wichtig. Sie unterstützen die Eltern in der christlichen Erziehung und begleiten den Täufling bis zur Konfirmation. Manchmal kann man mit ihnen Angelegenheiten besprechen, die man vielleicht nicht mit den Eltern besprechen will. Deshalb bemühen sich die Paten ja auch um ein gutes und offenes Verhältnis zu ihrem Patenkind.

Einmal getauft gilt die Taufe für immer. Man kann damit leben und glücklich werden, aber auch sie vergessen oder verdrängen. Gott hat seinen Bund verlässlich für immer geschlossen, darauf können wir uns verlassen. Deshalb tauft die Kirche auch kein zweites Mal. In vielen Gemeinden gibt es Feste zur Tauferinnerung, damit wir nicht vergessen, was Gutes an uns geschehen ist.